Die Frage nach der Selbstständigkeit wird immer öfter gestellt. Auch, wenn der Verdienst nicht unbedingt schlecht ist und der Job sicher scheint, fühlen sich Angestellte manchmal nicht ausgelastet und erfüllt. Verständlich, wenn wir uns einmal überlegen: Jeden Tag werden 8 Stunden oder mehr damit verbracht, die Taschen der Firma zu füllen. Nicht nur Lebenszeit, sondern auch die eigene Kreativität wird dazu genutzt, anderen Leuten ein schönes Leben zu machen.
Auf irgendeine Art und Weise müssen schließlich die absurden Managergehälter finanziert werden.

Der Wunsch, womöglich noch das Hobby zum Beruf zu machen, wächst damit weiter an. Selbstständige, die ihre Arbeit gerne machen, bezeichnen ihren Beruf daher auch öfter als Berufung und nicht als Arbeit. Macht die Arbeit Spaß, vergeht nicht nur die Zeit viel schneller, sondern auch der Verdienst steigt automatisch.
Warum? Aus dem einfachen Grund, dass Arbeit, die mit der nötigen Portion Leidenschaft gemeistert wird, viel bessere Ergebnisse erzielt.

Ohne einen Chef im Nacken, der ständig betont wie viel Zeitdruck herrscht, lässt es sich viel entspannter arbeiten. Hat die Firma Erfolg, profitiert man auch selbst davon. Diese Einstellung kann nochmal für einen deutlichen Push sorgen, wenn die Motivation mal nicht auf dem Höhepunkt ist.

Die Hindernisse – Familie, Freunde, Ängste

Bei ersten Gesprächen mit Freunden und der Familie wird oft schnell deutlich, wie wenig hinter einem stehen. Gerade die Eltern meinen es häufig nur gut, aber halten einen klein. Sätze wie: “ Du hast einen sicheren Job, warum willst du das aufgeben? “ oder auch “ Du weißt nicht, ob es klappt und denk an all die Unkosten…“

Dazu muss gesagt werden: Wer als Angestellter glaubt, sein Job sei sicher, der lebt leider in einem Luftschloss. In der Vergangenheit wurde deutlich, wie schnell wieder Mal der kleine Mann seinen Job verliert, wenn die Manager sich falsch entschieden haben. Dabei wird natürlich auch keine Abfindung in Millionenhöhe bezahlt.

Hier lässt sich argumentieren, dass man als Selbstständiger überwiegend für seinen Erfolg selbst verantwortlich ist. Fehlentscheidungen gehören dazu. Um so größer ist jedoch auch die Freude, wenn das Geschäft gut läuft.

Eltern wollen ihr Wissen weitergeben und kommen aus einer Zeit, wo Sicherheit ziemlich wichtig war. Mit einem Job und gutem Einkommen, wurden die eigenen Wünsche und Bedürfnisse oft hinten angestellt.

Hilfreich ist es auch, wenn der Schritt in die Selbstständigkeit möglichst früh vollzogen wird. Nach einer abgeschlossenen Ausbildung und ein wenig Berufserfahrung, ist es keine Schande, nach dem Versuch wieder einen normalen Job zu suchen. Nur wer nicht wagt, wird immer verlieren.

Die finanzielle Hürde

Hürden müssen immer genommen werden. Sollte der Rückhalt in der Familie vorhanden sein, stell sich zwangsläufig die Frage, woher das nötige Kapital genommen wird. Abhängig von der Branche und Wünschen, wird mehr oder weniger Geld benötigt.

Das Zauberwort, wenn nicht gerade viel gespart wurde, heißt Zuschuss. Auch, wenn es nicht immer danach aussieht, will der Staat Euch unterstützen.
Spezielle Organisationen bieten dazu die passenden Beratungsstellen an.